Neue Messverfahren bei der HU/AU ab 1. Januar 2023

 

Es besteht Handlungsbedarf für Werkstätten und Prüf­organisationen, die ihre Dienst­leistungen bezüglich der HU/ AU weiterhin für die komplette Fahrzeugflotte anbieten wollen. Grund dazu sind die neuen gesetzlichen Vorgaben zum Partikelausstoß ab dem 01.01.2023.

 

Was ändert sich genau?

Die Änderungen beinhalten das viel genauere Prüfverfahren für den Partikelausstoß aller Euro 6-/ VI-Dieselfahrzeuge nach Leitfaden 6. Künftig liegt dieser bei Fahrzeugen ab Emissionsklasse Euro 6/VI bei 2,5 x 105 cm-3.

 

Warum gibt es ein neues Messverfahren?

Die herkömmliche Trübungsmessung reicht nicht mehr aus, da Fahrzeuge mit Kompressionszündungsmotor und Emissionsvorschriften Euro 6/VI und besser über einen Partikelfilter verfügen.

 

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Der Leitfaden 6 betrifft künftige Fahrzeuggenerationen, sowie die seit 2013/2014 zugelassenen Euro 6-/VI-Diesel auf deutschen Straßen.

 

Welche Messverfahren sind künftig möglich?

Condensation Particle Counter (CPC): 
Hier werden die Partikel durch Aufkondensieren einer Betriebsflüssigkeit in einer übersättigten Umgebung optisch vergrößert und anschließend mittels Streulichterfassung gezählt. Dies ermöglicht eine hohe Genauigkeit bei der Zählung.

Diffusion Charger (DC):

Hier werden die Partikel über eine elektrische Aufladung und anschließender Stromaufnahme errechnet. Es werden keine problematischen Betriebsflüssigkeiten benötigt.

 

Wie kann ich mich vorbereiten?

Voraussetzung für die neuen Abgasmessverfahren sind neue Messgeräte für die Partikelzählung und der neue Leitfaden für den definierten Prüfablauf. Da mit Engpässen der neuen Hardware gerechnet werden muss, empfiehlt sich rechtzeitiges Handeln. Lassen Sie sich von Ihrem Großhändler beraten.