Abgasuntersuchung: Übergangsregelungen bei der Abgasmessgeräte-Kalibrierung

Für KFZ-Werkstätten mit AU-Lizenz gelten seit dem 1. Januar 2019 neue gesetzliche Vorgaben: Seit Jahresbeginn müssen Abgasmessgeräte nicht mehr nur geeicht, sondern regelmäßig auch kalibriert werden. Doch weil es Probleme bei der Umsetzung gibt, haben die Bundesländer verschiedene Übergangsregelungen beschlossen.

Das regelmäßige Eichen des AU-Geräte reicht seit Jahresanfang nicht mehr. Wie Bremsprüfstände und Scheinwerfereinstellgeräte müssen jetzt auch Abgasmessgeräte kalibriert werden: Abgasmessgeräte, die erstmalig nach dem 01.01.2019 in Betrieb genommen werden, müssen laut ZDK (Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe) vor der ersten Anwendung für die Abgasuntersuchung nach den Vorgaben der AU-Geräte-Kalibrierrichtlinie DAkkS-konform kalibriert werden. Das bedeutet, dass zur Kalibrierung eines AU-Geräts nur nachweislich von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditierte Prüflabore oder entsprechende Dienstleister berechtigt sind. Die Geräte müssen alle 12 Monate kalibriert werden. Zudem müssen die Geräte nach Reparaturen oder Wartungen, die einen Einfluss auf die Messgenauigkeit haben, erneut kalibriert werden.

Zum 1.1.2019 bereits im Einsatz befindliche Abgasmessgeräte müssen erst bei ihrer nächsten „Befassung“ - bedeutet beispielsweise bei der nächsten Eichung, Reparatur oder Instandsetzung - DAkkS-konform anhand der AU-Geräte-Kalibrierrichtlinie kalibriert werden.

Durch das parallele Eichen und Kalibrieren entsteht für Werkstatt-Betriebe eine Doppelbelastung. Doch das ist nur eine von mehreren Herausforderungen, denen sich Werkstätten aktuell stellen müssen: So existieren zum einen offenbar zu wenig akkreditierte Kalibrierdienstleister. Zum anderen gibt es aufgrund von Lieferschwierigkeiten der Prüfmittel Probleme bei der Kalibrierung der AU-Geräte.

Die Bundesländer sahen sich deshalb gezwungen, Übergangsregelungen zu beschließen. Allerdings gab es dabei kein einheitliches Vorgehen, sodass diverse Übergangsregelungen mit einem Aufschub zwischen neun und zwölf Monaten definiert wurden.

Der ZDK hat eine Übersicht veröffentlicht, die hier heruntergeladen werden kann.